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Das ist die Kraft die im Netzwerk steckt

II DSL und Dialer II

In den letzten Monaten trat für Internetuser eine neue Gefahr immer mehr in den Vordergrund: Automatische Wählprogramme,die heimlich bzw. ohne ausdrücklichen Wunsch des Surfers den Computer über teure 0190 Nummern vorwiegend mit Sexseiten verbinden. So werden bei Telefonnummern, die mit 01908 beginnen 1,86 € pro Minute fällig. Schließlich wurde mit 01900-Nummern der Vogel abgeschossen, bei denen der Anbieter die Einwahlgebühren frei festlegen kann und Fälle bekannt wurden, bei denen eine einzige Einwahl 950 € (!!!) kostete.

Was hat das jetzt mit DSL zu tun ?
Eine DSL-Verbindung ist sozusagen eine Blockade für Dialer-Programme. DSL ist keine Telefon(wähl)verbindung, sondern eine Netzwerkverbindung. Das bedeutet, daß bei Verbindungsherstellung nicht wie bei herkömmlicher Interneteinwahl über Analog-Modems oder ISDN-Karten gewählt wird, sondern hier wird der eigene Computer nur im DSL-Netzwerk des DSL-Provider (DSL-Anbieter) angemeldet.

Der Splitter trennt die Signale in ein DSL-Signal, das zum DSL-Modem führt und in ein Telefonsignal, zu dem auch die Interneteinwahl über ein analoges Modem oder über eine ISDN-Karte zählt. Da der Dialer auf eine Wählverbindung angewiesen ist (er versucht ja, sich über eine Telefonnummer 0190.... einzuwählen), scheitert er am DSL-Signal, über das nur eine Netzwerkverbindung hergestellt werden kann.

Klarstellen sollte man aber, daß sich ein Dialer natürlich auch mit einer DSL-Verbindung auf dem Computer installieren kann, da dies über das Surfen auf dementsprechenden Internetseiten aber auch in bestimmten unerwünschten Mails/ "Spam-Mails" geschieht, die versuchen einen Dialer zu installieren. Der Dialer kann sich aber dann definitiv nicht über die DSL-Verbindung einwählen !

Eine Dialer-Gefahr besteht für DSL-Nutzer allerdings dann, wenn auf dem Computer neben dem DSL-Netzwerk eine weitere Verbindung installiert ist (analoge bzw. ISDN-Verbindung). Schließlich ist eine weitere Verbindung auch bei DSL manchmal sinnvoll, da über DSL (auch wieder weil DSL keine Wählverbindung ist) keine FAXE verschickt werden können. So besteht etwa die Fritz Card DSL aus einem DSL-Modem und einer ISDN-Karte. Aber auch bei einer installierten ISDN-Karte / analogen Modem setzt man sich nur der Dialer-Gefahr aus, wenn tatsächlich eine Verbindung vom Computer zum Telefonsignal (also in der Grafik vom Computer zur Telefonanlage hinter dem NTBA) besteht. Um ganz sicher zu gehen, sollte man dann das Kabel zwischen dem analogen Modem bzw. der ISDN-Karte und der Telefonanlage nur einstecken, wenn man die analoge bzw. ISDN-Verbindung am Computer auch benötigt. Auch kommt es immer mal wieder vor, daß man nach dem Umstieg auf DSL einfach vergessen hat, die anderen Verbindungen zu deaktivieren.

Zusammenfassend gesagt: Über die reine DSL-Verbindung ist die Einwahl eines
0190-Dialers definitiv nicht möglich, bei zusätzlich installierten Verbindungen über ISDN-Karte oder Analog-Modem ist wieder Vorsicht angesagt



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