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Das ist die Kraft die im Netzwerk steckt

II Netzwerk mit Linux II
In der Abbildung erkennt Ihr, dass Ihr als Erstes eine Ethernetkarte in Euren Rechner einbauen und konfigurieren müsst. Welche IP-Adresse Ihr eintragt, ist völlig unerheblich (zum Beispiel 0.0.0.0), da sie später vom Provider erneut gesetzt wird


Technisch gesehen benötigt Ihr für die Kommunikation per ADSL ins Internet keine Einwahl, da ADSL im Prinzip eine Standleitung darstellt. Warum müsst Ihr dann eine Einwahl durchführen? Die Gründe liegen ausschließlich im finanziellen Bereich. Heutzutage rechnen die meisten Provider die Internetgebühren über den Faktor Zeit ab. Das heißt, je länger jemand die Verbindung benutzt, desto teurer wird es. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr einen umfangreichen Downlaod durchführen oder lediglich eine Internetseite anschauen wollt. Da es bei einer Standleitung keine Zeitberechnung geben kann, wurde, um diese Berechnug dennoch durchführen zu können, das Point to Point Protocol over Ethernet (PPPoE) definiert. Dadurch erfolgt die Anmeldung mit einem Benutzernamen und einem Kennwort beim Provider. Anschließend könnt Ihr die Verbindung (nun zeitlich abhängig) nutzen. PPPoE aktiviert somit die permanent vorhandene Verbindung

Lasst uns nun die Konfigurationsschritte betrachten, die Ihr bei der Distribution SuSE durchführen müsst

Unter SuSE startet Ihr das bekannte YaST-Programm durch den SuSE Aufruf von:
root@host1:˜ # yast2


Nachdem Ihr das Modul T-DSL/ADSL in Deutschland aufgerufen habt, könnt Ihr Euren Zugang zu T-DSL (ADSL der Telekom) einrichten. Andere ADSL-Provider könnt Ihr auf diese Weise nicht verwenden

Hier seht Ihr die SuSE-Eingabemaske zur T-DSL-Konfiguration. Tragt nun die gewünschten Informationen ein, womit die Konfiguration von T-DSL auch schon beendet ist. Ihr habt gesehen, dass keine Einwahlnummer definiert werden musste, was bei einer Standleitung ja auch keinen Sinn machen würde



II Netzwerk mit Linux - Anderes Beispiel II
Sehen wir uns nun die Einrichtung eines TCP/IP Netzwerkes am Beispiel der RedHat Distribution an, unter Verwendung des freien Tools "linuxconf". Die Einrichtung verläuft eigentlich recht einfach. Nach dem Start des Programms wählt man den Menüpunkt "Config > Networking > Client > Tasks > Basic Host Information"


Im Menüpunkt "Basic Host Information" werden die TCP/IP Eckdaten, sowie die Daten zur Netzwerkkarte eingegeben. Damit ist der Grundstein zum Anschluß an ein IP Netzwerk gelegt.


Der Menüpunkt "Host Name" fragt nach dem Rechnernamen. Dieser kann frei gewählt werden. Über den Menüpunkt "Config Mode" wird festgelegt, ob die TCP/IP Daten manuell- und somit fix- hinterlegt oder mittels DHCP oder BOOTP beim Systemstart zugewiesen werden. Hierbei ist folgendes zu beachten: soll der Computer Serverdienste anbieten, ist es wichtig, dass er immer unter der selben IP Adresse zu erreichen ist. Hier sollte man eine manuelle und fixe Konfiguration wählen, oder dafür sorgen, daß der DHCP Server dem eigenen Rechner immer die gleiche Adresse zuweist. Übernimmt der Rechenr dagegen reine Workstation Aufgaben und bietet keinerlei Serverdienste im Netzwerk an, kann eine IP Konfiguration via DHCP durchaus sinnvoll sein - natürlich muss es im Netzwerk dann einen DHCP Server geben, der entsprechende Anfragen beantwortet. Sinnvoll ist dies vor allem in großen Netzwerken, da dann die IP Daten der Arbeitsstationen vom Administrator zentral festgelegt werden können.

Im weiteren verlauf wird das Netzwerkgerät (Net device) erfragt. Gemeint ist hier die Netzwerkkarte, welche mit der zugeordneten IP Adresse arbeiten soll. Da meist nur eine Karte in einem Rechner ist, ist dies im allgemeinen das Gerät "eth0" (Ethernetkarte Null). Anschließend muß der Treiber der Netzwerkkarte benannt werden. Im aktuellen Rechner wird eine günstige PCI Netzwerkkarte mit RTL Chipsatz benutzt, was dem Modul ne2k-pci entspricht. In "linuxconf" sind die Treiber aus einem Auswahlmenü auszuwählen, in welchem die Kartennamen neben den Treibernamen aufgelistet sind.


Sind alle Informationen eingegeben, werden die Daten mit einem Druck auf "Accept" übernommen. Beim Verlassen von "linuxconf" werden die Konfigurationsdaten aktiviert.

Mittels der getätigten Angaben ist eine Kommunikation in einem lokalen Netzwerk möglich. Soll der Rechner auch mit Systemen außerhalb seines eigenen Netzwerkes in Verbindung stehen, muss ein "Standardgateway" angegeben werden - normalerweise ein Router, der über Informationen zu weiteren Netzwerken verfügt und Pakete entsprechend weiterleitet. Diese Angaben kann ebenfalls mittels "linuxconf" gesetzt werden, und zwar im Menüpunkt "Routing And Gateways > Defaults". Hier wird einfach die IP Adresse des Gateways angegeben.

Natürlich ist "linuxconf" lediglich ein komfortables Frontend, das die nötigen Daten in den relevanten Konfigurationsdateien des Linuxsystems speichert und ggf. aktiviert. Unter "RedHat Linux" werden die IP Konfigurationsdaten in folgenden Dateien gespeichert:

/etc/sysconfig/network:
Hier sind Daten wie Hostname und Gateway hinterlegt.

Die eigentlichen Daten der TCP/IP Konfiguration finden sich im Verzeichnis
/etc/sysconfig/network-scripts
Dort gibt es für jede Netzwerkkarte eine Datei ifcfg-eth - das X steht für die Nummer der Netzwerkkarte. Für die gezeigte Konfiguration in "linuxconf" sieht diese Datei ifcfg-eth0 wie folgt aus


Natürlich kann der Systemverwalter diese Dateien auch von Hand editieren. Bei der Initialisierung des Netzwerkes greift das System direkt auf sie zu und startet über die darin enthaltenen Informationen das Netzwerk.

II Test des Netzwerks II
Ist das Netzwerk erfolgreich eingerichtet, sollte seine Funktionalität getestet werdn. Für diesen Zweck stellt die TCP/IP Protokoll Suite einige leistungsfähige Befehle zur Verfügung.

II PING - Testen der Verbindung und des TCP/IP Protokoll Stacks II
Ping ist ein Befehl, der mehrere Pakete an den Kommunikationspartner sendet und die Zeit bis zur Ankunft des jeweiligen Antwortpakets mißt. Es handelt sich um ein Kommandozeilen - orientiertes Programm, das als Parameter lediglich die Ziel-Adresse benötigt. Optional kann man dem Befehl noch die Größe des zusendenden Pakets mitteilen. Die Syntax lautet wie folgt, wobei der gesamte Befehl in einer Zeile steht:

Ping [-a Paketgröße]
<Ziel-IP-Adresse>

Als Information liefert Ping die Größe des gesendeten Paketes, die IP Adresse des Zielrechners sowie die Laufzeit des Paketes. Ist der Ping Befehl erfolgreich, funktioniert zumindest die grundsätzliche Kommunikation. Will man die Funktion des eigenen TCP/IP Protokollstacks prüfen, sollte man zunächst einmal die eigene IP Adresse pingen. Gelingt dies, kann man davon ausgehen, daß zumindest der eigene Stack richtig arbeitet. Schlägt der Ping fehl, sendet man im nächsten Schritt einen Ping auf die Loopback Adresse. Diese ist bei jedem Rechner unter dem IP Protokoll die Adresse 127.0.0.1 unter dieser Adresse erreicht man grundsätzlich den eigenen Rechner. Die Adresse wird beim Einrichten des Protokolles automatisch konfiguriert. Gelingt dieser Ping, liegt vermutlich ein Fehler in der Konfiguration vor, nicht aber in der Installation des Protokolls. Ein Beispiel:



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