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Das ist die Kraft die im Netzwerk steckt

II Die Technik II
Mit dem Laptop im Restaurant schnell mal ins Internet, auf dem Balkon die Daten vom PC auf den Laptop rüberziehen, den PC im Dachstudio mit dem PC in der ersten Etage vernetzen, ohne die Decke durchzubrechen. All das sind Einsatzmöglichkeiten für ein kabelloses, örtlich gebundenes Netzwerk
(Wireless Local Area), das WLAN. Bei einem Wireless Lan wird das Kabel durch eine Funkstrecke ersetzt. Die Funkstrecken verläuft im 2,4 Gigahertz Frequentband, dem so genannten ISM Band. ISM steht für Industrial Science Medical und beschreibt damit auch andere Anwendungsmöglichkeiten, die in diesem Funkband übertragen werden dürfen. Das ISM Band ist nahezu auf der ganzen Welt für diese Anwendungen reserviert und freigegeben. Das hat den Vorteil, dass die Produkte, die das ISM Band nutzen, fast weltweit funktionieren. Nachteil des 2,4 >Gigahertz Bandes ist, dasss sich andere kabellose Übertragungen in diesem Frequenzbereich gegenseitig stören können. Zum Beispiel senden drahtlose Kopfhörer oder Geräte zur drahtlosen Videoübertragung in diesem Frequenzbereich. Bei WLANs sind aus diesem Grund mehrere Funkkanäle wählbar. Die Reichweite eines WLAN ist vergleichsweise klein. Innerhalb von Gebäuden bei guten Bedingungen rund 30 Meter, außerhalb von Gebäuden rund 100 Meter. Auf dem Papier werden in diesem Radius 11 Megabit pro Sekunde übertragen. Zum Vergleich: Der Breitband Internetanschluss DSL überträgt höchstens 768 Kilobit. Auf dem Papier ist WLAN also etwa zwölfmal so schnell wie DSL. Allerdings sieht die Praxis anders aus. Etwa 5 Megabit werden unter optimalen Bedingungen wirklich übertragen. Der Rest bleibt auf der Funkstrecke. Und: Je schlechter die Funkverbindung, desto langsamer die Übertragungsrate. Damit ist WLAN zwar immer noch rund fünfmal schneller als DSL, aber selbst bei optimalen Bedingungen merkt man einen deutlichen Geschwindigkeitsabfall zu einem Kabel Netzwerk. Denn in einem gängigen LAN mit Kabel können bis zu 100 Megabit übertragen werden. Heftig machts sich das an Hotspots bemerkbar. Das sind öffentliche WLANs zum Beispiel auf Flughäfen oder in Restaurants. Dort müssen sich alle Teilnehmer einer WLAN Zelle die Übertragungskapazität zur Basis Station teilen. Wenn also beispielsweise fünf Teilnehmer gleichzeitig in einer WLAN Zelle mit 5 Magabit realistischer Übertragungsrate Daten transferieren, ist der Kanal voll und für jeden bleibt nur noch 1 Magabit übrig. Deswegen wird inzwischen an einem neuen WLAN Funkband gearbeitet, das bei 5 Gigahertz eingerichtet werden soll. Auf dem neuen Band sollen theoretisch Übertragungen von etwa 54 Megabit möglich sein. Die Geräte werden zusätzlich mit DFS ausgerüstet sein. DFS steht für Dynamic Frequency Selection, das heißt, die Geräte müssen automatisch erkennen, ob eine Frequenz im Übertragungsband bereits belegt ist und gegebenenfalls automatisch auf eine andere Frequenz ausweichen. Zudem müüsen sie ihre Sendeleistung bei guten Bedingungen sofort automatisch reduzieren, um andere Anwendungen im gleichen Frequenzband nicht zu stören

 


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